Diese Frage habe ich mir vor vielen Jahren auch gestellt, als mir eine Kundin von ihren Fähigkeiten erzählte. Und um ehrlich zu sein, war mein Glaube daran nicht vorhanden. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich es nicht selbst heraus hätte finden wollen. Also gesagt getan, ich buchte ein Tierkommunikationswochenende bei Ruth May-Johnson. Bereits in der Vorstellungsrunde waren meine Worte sehr klar. "Ich habe dieses Wochenende gebucht, um mir beweisen zu können, dass sowas nicht funktioniert". Nur so kann man sich ja schließlich eine eigene Meinung bilden.
Wir starteten mit Entspannungsübungen und dann kamen die Mensch-Mensch-Übungen. Wir brauchten ja eine sprachliche Rückmeldung. Insbesondere ich als Skeptiker. Im Zweierteam war eine Person Sender, die andere Empfänger der Gedanken, Bilder, Gefühle, Geschmack, Geruch. Es sollten alle Sinne angesprochen werden aus der Kategorie Obst. Mein erstes AHA-Erlebnis. Es funktionierte in beide Richtungen. Und glaubt mir, es ging so weiter. Ehe es mit unseren Tieren los ging, von denen wir Fotos mitbrachten, sollten wir unseren Lieblingsort senden.
Tja, und da ging es dann für mich weit über die Tierkommunikation heraus. Mein gelebtes Kartenhaus brach auseinander. Lieblingsort? Meine derzeitige Lebenssituation war ein Gefängnis. Mir wurde plötzlich so klar, dass meine damalige Lebenssituation so gar nicht das war, was meine Seele erfüllte. Meine Seele nutzte ihre Chance von mir gehört zu werden, wurde so laut, dass ich unter Tränen das Seminargebäude verlies.
Rückblickend war dieses Wochenende der Anstoß zur absoluten Kehrtwende in meinem Leben. Ich bin wieder in Kontakt mit mir selbst gekommen. Ok, zugegeben es hat mich echt überrumpelt, mich aus der Bahn gefegt, ein vollständiges Chaos erzeugt. Für eine neue Ordnung bedarf es manchmal Chaos. Alles wird aufgewirbelt, um sich anschließend neu sortieren zu können. Dafür danke ich Ruth so sehr. Diesen Tag habe ich noch heute in vollständigen Bildern vor Augen und all das, was sich mir gezeigt hat. Inklusive der Erfahrung, dass wir Menschen grundlegend alle in der Lage sind, mit Tieren zu kommunizieren.
Unser Gehirn hat zwei Hirnhälften. In unserer Leistungsgesellschaft wird die logische Hälfte so stark gefördert, dass die kreative Hälfte auf der Strecke bleibt. Bereits die meisten Eltern sind überfordert, wenn ihre Kinder von Dingen erzählen, die sie sehen oder hören, für die Erwachsenen aber nicht existent sind. Unsere wundervolle Wahrnehmung wird uns in den meisten Fällen bereits als Kind aberzogen oder Kinder fühlen sich falsch, nicht dazu gehörig und verdrängen ihre fantastischen Fähigkeiten. Spätestens in der Schule wird es dann wirklich schwierig für menschliche WEsen mit solch feinen Antennen.
Das ist der Grund, warum wir Erwachsenen, wenn wir denn wollen, uns mühsam unsere ursprünglichen Fähigkeiten zurück erobern müssen. Egal ob Hellsichtigkeit, Hellwissen, Hellfühlen, Hellhören..... es ist wie ein Muskel, der durch regelmäßiges Training immer stärker wird.
Ich freue mich für jeden, der seinen Weg zurück in das spirituelle Fitnessstudio findet. In seinem Tempo, mit seinen Möglichkeiten und spezifischen Talenten.
Ich bin da, wenn Unterstützung gewünscht ist.
Eure
Nadine